Dresden ist immer eine Reise wert!

 
Dresden an der Elbe – das ist Harmonie…
 

 Von daher kommt die charakteristische Ausstrahlung dieser Stadt: vom
Zusammenklang von Landschaft und Architektur, Wissenschaft und Kultur, von
hier in Jahrhunderten angesammelten Zeugnissen europäischer Kunstgeschichte,
von dem Schöpfertum der Dresdner Maler, Bildhauer und Kunsthandwerker vom
ausgehenden Mittelalter bis heute – und von der all diese Harmonie widerspiegelnden
Musikkultur, vom fast die ganze Geschichte der Stadt begleitenden Kreuzchor, über
die Oper und die Philharmonie bis zum zeitgenössischen kompositorischen
Schaffen.

Vieles wurde in den letzten Jahren getan, historische Bauten neu errichtet, kulturelle
Möglichkeiten erweitert und Traditionen, wie die Musikfestspiele oder das
Jazzfestival, locken jedes Jahr viele Touristen aus aller Welt nach Dresden.

Durch den Wiederaufbau historischer Denkmäler wurde der Stadt ihre Charakteristik
und Europa ein bedeutendes Denkmal seiner Kultur wiedergegeben.

Menschen hatten sich im Gebiet der späteren Stadt Dresden schon in sehr alten Zeiten
angesiedelt; seit der jüngeren Steinzeit ist das nachweisbar.

Hier, wo die Elbe sich nach dem beengten, schwierigen Weg durch das Sandsteingebirge
endlich ausbreiten, in zahlreiche Arme teilen und ein weites Gebiet von Sümpfen,
Auen und lichten Wäldern schaffen konnte, lebten bis zur Völkerwanderung vorwiegend
germanische Stämme, slawische Siedler zogen sehr viel später in die Niederungen und
begründeten den Gau, den sie auch so nannten: Nisani.

Sie gingen dem Fischfang nach; ihren Hauptsitz werden sie am zumeist hochwasserfreien
rechten Elbufer errichtet haben.

Schon die Römer hatten um die Zeit von Christi Geburt über die germanischen Hermunduren
Handel und wohl auch militärischen Einfluss bis hierher ausdehnen können, und vielleicht ist
schon in dieser Zeit eine linkselbische Siedlung mit einer Fährverbindung entstanden.

Doch erst als König Heinrich I. im 10. Jahrhundert die slawischen Gaue bis zur Elbe eroberte
und 951 die Burg Meißen erbauen ließ, wurde auch das Land der Nisani mit Burgwarden
militärisch gesichert und von der Kirche dem Christentum erschlossen.

Mit einer Kirche, der heiligen Jungfrau Maria geweiht, und einem festen Haus -
wahrscheinlich ist daraus später das Maternie-Hospital geworden – errang die linkselbische
Siedlung den Vorrang unter den beiden Dörfern der “Drezdany”, der Sumpfwaldleute.

Und die Elbüberfahrt zwischen diesen Siedlungen der Drezdany gewann mit der zunehmenden
Festigung der Herrschaft der Deutschen in ihrer Mark Meißen im Norden und der mächtigen
Burggrafen zu Dohna im Süden bald wirtschaftliche Bedeutung und bedurfte militärischer
Bedeckung.

Zudem ließen sich an der nun immer stärker genutzten Furt der Handelsstraße, der
“Reichsstraße” aus dem südlichen Deutschland von Nürnberg her, die der im Norden
verlaufenden, vor allem für den Salzhandel so wichtigen “Hohen Straße” bei Bautzen
oder Königsbrück zustrebte, neben den Kriegsleuten auch erste deutsche Siedler als
Händler, Wirte oder Handwerker nieder.

So mag es dann nicht mehr unwahrscheinlich sein, dass tatsächlich schon am Ausgang
des 12. Jahrhunderts eine Brücke aus Holz über die Elbe geschlagen wurde, und
das wäre in der Tat eine technische großartige Leistung.

Mit ihr beginnt die Geschichte der Brücke zu Dresden, des Schlosses der Markgrafen von
Meißen, das sie sich an der Stelle einer anfangs dort errichteten Burg derer von Dohna
erbauen ließen, und vor allem die Geschichte der Stadt Dresden.

In stadtgeschichtlichen Abhandlungen kann man nachlesen, wie nach der exakt geplanten
Anlage der neuen Stadt, die sich den Namen der beiden slawischen Dörfer eindeutschte
in Dresden, und den alten Ansiedlungen, nicht unlogisch, später den Namen Altendresden
zuteilte, endlich das große historische Ereignis eintrat, das nach dem etwas sonderbaren
Brauch aller Historiker und Archivare seit alters her eine Tatsache erst vor der Geschichte
legitimiert: die erste urkundliche Erwähnung!

Sie erfolgte als Ortsangabe markgräflicher Amtshandlungen im Jahre 1206 und zehn Jahre
darauf sogar mit der Bezeichnung als Stadt.

Das Areal, das Markgraf Dietrich für die künftigen Stadtbürger hatte abstecken lassen,
und in das sein Burgbereich auf und um den Taschenberg vor der Brücke einbeschlossen
wurde, maß nur reichlich 500 Meter von West nach Ost und 600 Meter von Nord nach Süd.

Die wohl überwiegend deutsche Ansiedlung an der Frauengasse, also der ursprünglichen
Straße vom Westen her zur Fährstelle, wurde zum Kern der Stadtbebauung.

Der Verkehr schwenkte jetzt durch die Gasse zwischen Siedlung und Schloss nach der
Brücke ab, das slawische Fischerdorf und die Frauenkirche blieben außerhalb der
Stadtmauern.

Denn eine ordentliche Mauer löste bald die anfänglichen Wälle und Palisaden ab,
schon 1299 ist das nachweisbar, und die besonders unruhigen Zustände im 14. und
15. Jahrhundert gaben den Bürgern und ihren Stadtherren genügend gute Gründe,
zwischen die große Mauer und den Stadtgraben noch eine etwas niedrigere Vormauer
zu setzen, Bastions- und Mauertürme zu errichten und damit die ganze Stadt mit jenem
Befestigungsbereich zu umgeben, der dazumal “der Zwinger” hieß und uns über einen
langen Weg geschichtlicher Wandlungen diesen Namen für eines der schönsten
Architekturensembles Dresdens hinterließ.

Erst einmal war Dresden jedoch ein kleines, recht armseliges Städtchen, deren Bürger
arg zu leiden hatten unter dem Gerangel um die Herrschaft über ihre Stadt zwischen
einer ganzen Schar weltlicher und geistlicher Herren. Die Bürger mussten es ja zumeist
so oder so bezahlen.

Doch irgendwo ist da schon eine Vorahnung zu spüren von dem Reiz der Schönheit, mit
dem Dresden von seiner Geburt an ausgestattet war. Einer der bedeutendsten frühen
Markgrafen von Meißen aus dem Hause Wettin, Heinrich der Erlauchte, residierte bis zu
seinem Lebensende in der Burg auf dem Taschenberge und brachte vor allem mit Gesang
und Festlichkeit eine musische Atmosphäre nach dem kleinen Dresden.

Im Jahre 1485 schließlich, als die wettinischen Brüder Ernst und Albrecht ihre Lande
teilten, erwählte Albrecht eben Dresden zu seiner Residenz und begründete damit eine
Laufbahn, die mit dem politischen Aufstieg der Altertinischen Wettiner Dresden zur
kurfürstlichen und schließlich königlichen Haupt- und Residenzstadt Sachsens
erheben sollte.

(Quelle: “Spaziergang durch das historische Dresden” – Rudolf Förster)

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Gern können Sie mit mir über das
Formular Kontakt aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Hiltmann
~

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